Bärenstarker Faschingsumzug
„Wir haben den Winter ausgetrieben“ – mit dem Einsatz des „Steinwiesner Bären“ als Anführer des großen Gaudiwurms hatte man sofort schönes Wetter und die über 720 aktiven Teilnehmer des Zuges natürlich gute Laune. Unzählige Narren säumten den Weg, es regnete Konfetti, Bonbons und Hochprozentiges wurde ausgeschenkt und zahlreiche Faschingsrufe schallten durch den Ort. Die bunt und fantasievoll maskierten Narren scharrten schon beim Aufstellen mit den Füßen, kleine und große Faschingsnarren hatten vor Aufregung rote Wangen und bei den Musikern schlich sich bereits der eine oder andere falsche Ton ein. Und dann – schneite es. Ganze Salven an Konfetti kamen aus den Kanonen der Jugend aus Neuengrün und Wolfersgrün und grünen Rauch hatten die Teuschnitzer im Gepäck.
Es war Fasching und von den Musketieren Nobby und Gerhard aus dem Rodachtal bis hin zu den „geliebten“ Nachbarn aus Wallenfels war der Gaudiwurm bunt, schrill und voller Überraschungen. Mit sechs Prinzenpaaren und 11 Garden aus Steinwiesen, Wallenfels, Roudich, Neufich und Bad Steben konnte sich der Zug wirklich sehen lassen. Fesche Schnecken, elegante Pfauen und sogar ein ganzer Bauernhof waren dabei. Für die Sicherheit sorgten die „S.W.A.T-Truppe“ Flesch und die Friedbirds mischten die Karten neu bei der Faschingsgesellschaft und in der Politik. Die Riesenmenge an gelben Minions überflutete den Ort, hier war der Kindergarten aus Neufang voll in Aktion. Bunte Vögel flatterten aus Wolfersgrün ein und die Alten Herren des SV vergnügten sich im Freibad, das aus Geldmangel ziemlich klein ausgefallen ist. Die wahren Herrn aus Berm sind die Frauen und sogar die Rotlichtmeile aus Roudich hatte ein Gastspiel in Steinwiesen. Eine Ära endet nach 28 Jahren für das Leitschcafe, sie beseitigen nun ihre Spuren. Die Schnäggen der Einhornbar hatten Schnäggenbräu dabei und aus Teuschnitz, Bad Steben und der Schnaad traute man sich ebenfalls in die Faschingshochburg. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt bei der Proklamation in der neuen Kulturhalle, die am Ende „aus allen Nähten platzte“. Das Steinwiesener Prinzenpaar Mirco I. und Verena I. konnten wirklich stolz auf ihre Untertanen sein, die das närrische Volk aus nah und fern begeisterten.